Und wo ist die? - Porno im Exil?
Sunday, March 23rd, 2008> Wenn Eltern meinen, Ihren Sproesslingen Pornos zugaenglich machen zu
> muessen, sollte das deren Sache sein, obwohl es bei manchen Sachen
> eine Grenze geben muss (z. B. entweder bei Tier oder spaetestens bei
> Kinderpornographie.)
Kinderpornographie, das alte Stichwort… Daß Mißbrauch und
mißbräuchliches Fotografieren und Filmen weder geduldet geschweige
denn solches Material Kindern zugänglich gemacht gehört, steht außer
Frage, die gesetzlichen Bestimmungen sehen hier aber beispielsweise
vor, daß Jugendliche zwar theoretisch ab einem bestimmten Alter
miteinander schlafen dürfen, sie dürfen aber auf gar keinen Fall
Abbildungen nackter Gleichaltriger zu sehen kriegen, geschweige denn
solche beim Liebesakt. Oder gar sich selbst nackt oder beim Liebesakt
fotografieren oder filmen. Diese Situation geht dann zum Beispiel
auch typischerweise einher mit der panischen Angst der Erzieher und
Lehrer vor dem Auftauchen solchen - tatsächlich völlig harmlosen -
Materials, vor der Reaktion von Eltern, vor Disziplinar- und
Strafverfolgung, und daraus resultiert doch immer noch allzuoft eine
entsprechende Mischung aus Verschweigen und Verteufeln des
Geschlechtlichen, und das widerfährt den Heranwachsenden in
wesentlichen prägenden Bereichen, wo sie mit Erwachsenen zu tun
haben. Was mich nur wundert, ist daß so wenig Leute nicht kapieren,
daß das die denkbar ungünstigste Ausgangsbasis für die Entwicklung
einer “normalen” Sexualität ist, die dann vielleicht auch ohne
Zurückgreifen auf die Angebote der pornographischen Industrie
auskommen würde.
Das einzige, was Jugendschutz leistet, ist eine Art Rechtssicherheit
für die genannten Erwachsenen, die so aufgrund von Altersgrenzen
wissen, wie sie sich um als Verantwortliche selbst Repressalien zu
entgehen im Einzelfall verhalten müssen.
Aus diesem und aus anderen im Forum bereits genannten Gründen halte
ich den real existierenden Jugendschutz tatsächlich für hochgradig
schädlich für Individuum und Gesellschaft…
d. d.