Archive for March 24th, 2008

Beispiel - Porno im Exil?

Monday, March 24th, 2008

porno meinst Du das? Soll das eine Erregung sein, die nicht in
> Erscheinung tritt? Kommt mir mysteriös vor. Heisst das vielmehr, die
> Erregung ist bewusst, jedoch die Befriedigung wird (unbewusst)
> verweigert (aufgrund der schlechten Erfahrung/ Traumatisierung)?
Nein, vielleicht weißt du ein passenderes Wort, als latent. Eine
latent lebende Pflanze, ist jedenfalls eine Pflanze, die nur dann
lebendig ist, wenn es regnet. In der Zwischenzeit ist sie aber
natürlich nicht tot, sondern hat nur den größten Teil der
Lebensfunktionen eingestellt.
Ich meine, dass jeder Mensch den ganzen Tag, da ja Hormone in kleinen
Mengen immer da sind mit der Möglichkeit, sich sexuell erregen zu
lassen, rumläuft. Ich versuch mal ein Beispiel: Ich laufe z.B. den
ganzen
Tag mit meiner Geldbörse durch die Gegend, das wird mir auch
manchmal bewußt, meistens aber nicht. Ich muss aber deshalb kein Geld
ausgeben, nur weil ich welches dabei habe. Wenn ich ein Mensch bin,
der sich leicht von Werbung u.s.w beeinflussen läßt und etwas schönes
zum Kaufen sehe, muss ich mich vielleicht beherrschen, es nicht zu
kaufen. Ich kann aber auch ganz bewußt zum Zwecke, etwas zu kaufen,
losgehen. In der Regel (wenn ich nicht unter Kaufzwang leide),
entscheide ich aber geplant oder auch spotan, ob ich was kaufe oder
nicht. Auch wenn mich die verlockenden Waren verführen wollen, ist es
immer noch meine Entscheidung, auch wenn ich mal Bock habe, einen
ganzen Tag lang das Geld wahllos zu verprassen. Es gibt aber auch
Leute, die mit ihrem Geld nicht gelernt haben, umzugehen.
Geld ist jetzt vielleicht nicht das beste Beispiel, aber soll sagen:
Die Möglichkeit ist immer da und manchmal komme ich auch unbewußt auf
die Idee, manchmal bewußt, manchmal muss ich mich vielleicht
beherrschen und dabei spielen äußere Reize eine Rolle, aber ich muss
mich nicht auf diese einlassen. Es ist am Ende meine
Willensentscheidung. (Auch wenn verschiedenen Leute einen verschieden
starken Willen haben und er zeitlichen und situationsbedingeten
Schwankungen unterliegt) Ich will damit sagen: Sexuelle Erregung ist
kein Schicksal, was mich so einfach überfällt, es sei denn ich lass
mich mal gerne davon überfallen. Dasselbe gilt für alle anderen
Gefühle.
Habe ich nun traumatische Erlebnisse gehabt, dann lass ich mich eben
gar nicht erst darauf ein und brauche mich dann auch nicht großartig
beherrschen (dabei verstehe ich unter Beherrschen eine starke
Willensanstrengung)

aehhh - Porno im Exil?

Monday, March 24th, 2008

…bei Angst ist das vielleicht schwieriger. Da muss man manchmal die
Situationen meiden, aber grundsätzlich kann man auch Angstgefühle
willendlich kontrollieren. Tuen ja viele, wenn sie sich überwinden,
etwas zu tun, wovor sie Angst haben. Sei denken einfach nicht darn,
dass sie eigentlich Angst haben müßten. Bei Freude ist es aber recht
leicht. Wenn ich einfach sauer und schlecht drauf sein will, dann
kann einer noch so vor mir hermunkaspern, um mich aufzuheitern, das
nützt nichts. Sobald ich mich drauf einlasse, gehts.
Mir ging es darum, zu unterscheiden, dass nicht unbedingt zur
Vermeidung von sexueller Erregung Beherrschung nötig ist, weil sie
schon da ist, aber weg soll, sondern ich mich erstmal drauf einlassen
muss, damit es überhaupt dazu kommt, weil sie nur ganz latent da ist
und es meinem Willen unterliegt, ob sie ausbrechen soll, oder nicht.
Wenn ich jedenfalls aus irgendwelchen Gründen auf keinen Fall will,
dann kannst du mir Bruce Willis nackt um den Bauch schnallen und ich
sag nur “Na, und?”. Mein Nichwollen blockiert es schon im Vorfeld,
sodaß es nicht nötig ist, mich nachträglich (weil die Erregung
einfach unabhängig von meinem Willen kommt) zu beherrschen.

unwahrscheinlich - Porno im Exil?

Monday, March 24th, 2008

> Das Nicht-Wollen lässt die Erregung nicht zu, indem es die
> Reizausübung, die zur Erregung führen kann, ignoriert. Warum schiebst
> Du dann hier ‘weil die Erregung einfach unabhängig von meinem Willen
>
kommt’ ein? Ich kapier den Zusammenhang nicht…
Das 2weil” ist jetzt irreführend. Das ging nochmal auf das Gegenteil
ein.
>
> Das Nicht-Wollen bedeutet nicht unbedingt, dass man keine Lust
> verspürt -
Das ist bei mir jedenfalls anders. Ist doch auch klar, wenn ich keine
Lust habe, hab ich keine Lust, wieso verweigern? Wieso sollte Lust da
sein, wenn ich gar keine habe? Das ist doch absurd. Es sei denn, man
geht davon aus, dass man “triebgesteuert” so wie “ferngsteuert” ist.
Da die Lust aber im limbischen System gebildet wird, was ständig mit
dem Großhirn korrespondiert, ist das sehr unwahrscheinlich. Dann
müßten Frauen, die vergewaltigt werden, ja auch eigentlich Lust haben
und diese nur verdrängen. Sie haben aber wohl eher Angst und da Lust
und Angst beides Gefühle sind, die im limbischen System gebildet
werden, schließt sich das gegenseitig aus. Die “Triebtheorie” ist
längst widerlegt.