Mit den Pornos ist das so eine Sache. Mir gings eigentlich eher um
die Konsumenten, die erst durch Verbote und die dadurch geförderte
Neugier, an diese Art der Literatur herangeführt werden. Beate Uhse
hat mal in einer Talkshow erzählt, das sie in den katholischen
Gegenden die höchsten Umsätze beim Versandhandel hätte. Der
Zusammenhang liegt doch auf der Hand. Je verklemmter die Erziehung,
umso “anfälliger” die (V)erzogenen. Das alles schliesst natürlich die
jedem Menschen eigene Neugier nicht aus. Meine Aussage bezog sich
denn auch nicht auf 100% weniger Konsumenten. Die Triebtäter und
Pädophilen lassen wir auch besser aus der Diskussion raus. Die sind
psychisch krank aber werden nichts desto trotz, von populistischen
Politikern, Zensurfanatikern und selbst ernannten Gutmenschen, als
Argument für die Durchsetzung fragwürdiger Ziele missbraucht. Eine in
meinen Augen fragwürdige Praxis, die eines Rechtsstaates nicht würdig
ist. Für den Rest Deines Postings kann ich Dir nur zustimmen. Schon
der Begriff “Verfassungsfeindliche Symbole” hat in einer Demokratie
nichts zu suchen. Allein, der Begriff ist nach meinem Verständnis
verfassungsfeindlich, weil er dazu dient die freie Meinung
einzuschränken. Das müssen ja nicht nur Hakenkreuze sein. Wer weis
schon, was morgen auf dem Index steht? Was ist das für ein Staat, der
sich vor Bildern und Texten fürchtet? Ich habe in der Schule gelernt,
das eine Demokratie von der Diskussion und der Auseinandersetzung
lebt. Mit wem soll man sich auseinandersetzen, wenn nicht mit den
Andersdenkenden? Und ist Freiheit nicht gerade die Freiheit der
Andersdenkenden? Das letzte stammt nicht von mir, aber es stimmt
trotzdem.