Archive for April 25th, 2008

Medienforschung - Porno im Exil?

Friday, April 25th, 2008

>porno
> > Ja. In den meisten Pornos werden die Darsteller nur als Objekte
> > dargestellt. Ganz klar, dass Kinder das nicht sehen sollten,
> > weil sie natürlich daraus lernen. Und zwar etwas, was die
> > Menschenrechte und Würde des Gegenübers einschränkt.
>
> kannst du mir mal sagen was das damit zu tun hat?
> wie bitte schön sollte man denn die darsteller zeigen, so dass sie
> nicht unter das pornoverbot fallen?
Nach Erkenntnissen der Medienforschung (anhand von TV)zum Thema,
Lernen am Beispiel: Gewaltdarstellungen sind für Leute, die in ihrer
Realität nicht viel Gewalt erleben unschädlich, weil es für sie reine
Fiktion bleibt. Anders bei Leuten, bei denen sich die Darstellungen
grundsätzlich
mit eigenen Erfahrungen decken. Dort kann es
beispielhaften Charakter haben. Man sollte also potentiellen
Sexualstraftätern keine Pornos zeigen, aber wie soll man das
differenzieren?
> beispiel:
> man fotografiert eine nackte frau = grundsätzlich erst mal erlaubt
Gutes Beispiel und Typisch: Es wird bei Pornos grundsätzlich an
nackte Frauen gedacht. Nach der oben genannten Erkenntnis: Leute, die
in ihrer Realität Gleichberechtigung von Mann und Frau erleben und
auch mitbekommen, dass grundsätzlich (wenn auch nicht
ausschließlich)und zwar hormonbedingt, Liebe/Zuwendung/Geborgenheit
und Sex sich zumindest verstärken, sind Pornos nicht schädlich. Diese
Leute finden dieses nur auf den Körper reduzierte, meist noch
schlecht
geschauspielerte Gehoppel allerdings meist langweilig.
Für Leute, für die es in der Realität normal ist, dass Frauen Geräte
sind, die Männern für Sex zur Verfügung stehen, hat Pornografie
jedoch
eine bestätigende Wirkung, also eine negative.
Man sollte vielleicht einfach mehr Niveau und Gleichberechtigung in
die Pornos bringen, dann schaden sie keinem.