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Wille der Gesellschaft? - Porno im Exil?

Saturday, May 10th, 2008

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Ein wesentlicher Punkt ist, das es der Wille der Gesellschaft
ist Pornos gewissen Beschraenkungen zu unterwerfen. Solange sich die
Mehrheit ueber einen nackten Busen im Vorabendprogramm aufregen,
solange wird es Beschraenkungen geben. Das diese dann im Internet
ebenfalls angewendet werden ist nur konsequent. Die Konsequenz ist
der eigentliche Grund fuer die Vehemenz der Gesetzeshueter, was
deutsches Recht ist bleibt deutsches Recht.

Einen kollektiven Willen der Gesellschaft in Sachen Sex gibt es
nicht, das schliesst sich alleine dadurch aus, dass der Mensch ein
Einzelwesen mit ganz individuellen Empfindungen ist.
Ein freiheitlich demokratisches System hat mir als Bürger zu
begründen warum ich was verboten bekomme. Und diese Begründung hat
wissenschaftlichen Anforderungen zu genügen weil es Gesetzte nach
“Anschein” nur in einer Diktatur gibt (geben sollte).
Genauso haben das die Eltern zu tun wenn sie ihren Kindern was
verbieten (wollen oder müssen) - sonst wäre wohl die Prügelstrafe
noch das beste Erziehungsmittel statt die Erziehung zu einem Bürger
der selbstbestimmt und freiheitlich über sein Leben zu bestimmen und
nach Glück streben kann.
Die Mär besteht darin, dass Pornografie in vielen Köpfen mit Gewalt
gleichgesetzt wird. Diese ebenfalls wissenschaftlich völlig grundlose
Annahme wird gehegt und gepflegt damit überholte Moralvorstellungen
ausgelebt werden können und nicht etwa das Sexualleben
*wokommenwirdenndahin*.
Und noch ein für mich als Elternteil - ich kann es nicht oft genug
wiederholen - wenn Studien belegen, dass durch eine Lockerung oder
Freigabe von Darstellungen sexueller Handlungen Sexualstraftaten
vermindert werden, dann ist es die verdammte Pflicht des Staates
seine Bürger darüber zu informieren, solche Gesetze zu überdenken
oder abzuschaffen und nicht die Pflicht des Staates mich zu
bevormunden was ich wann sehen darf.
Alles andere wäre aktive Jugendgefährdung des Staates!
herby

Richtig - Porno im Exil?

Saturday, May 10th, 2008

> > Eine Christdemokratin will mit Hilfe von Porno-Filmen die
> > Familienplanung der Schweden auf Vordermann bringen und damit auch
> > die Wirtschaft ankurbeln.
>
> Glaube kaum, dass der Geburtenrückgang mit zu wenig Sexbereitschaft
> zusammenhängt, sondern einfach mit keinen Bock auf Kinder und wie man
> das verhütet, weiß ja wohl jeder.
Wenn wir über Geburtenrückgang reden wollen, hast du natürlich recht.
Und während die schwedische Christdemokratin so tut, als würde sie
progressive Lösungsansätze aufzeigen, geht ihre Denke in Wirklichkeit
zwei bis drei Schritte zu kurz. Die nächste Frage müßte jetzt lauten,
warum haben die Leute denn keinen Bock auf Kinder. Aber dann würde es
ja unbequem.
Es ist ja nicht so, daß niemand mehr Kinder mögen würde. Sondern es
ist doch so, daß viele Leute ernsthaft bezweifeln müssen, ob ihre
Freizeit und ihr Einkommen ausreichen, um ein Kind großzuziehen und
ihm dabei die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und dabei noch
einigermaßen über die Runden zu kommen. Das geht so weit, daß man bei
vielen Eltern eher feststellen müßte, daß sie Kinder kriegen, obwohl
sie das gerade nicht sicherstellen können. Woran liegt es? An unserer
industriekapitalistischen Erwerbsarbeitsgesellschaft und ihren
Zwängen, woran auch das angebrochene Kommunikationszeitalter nichts
ändern zu wollen scheint, und die von den Politikern beinahe
sämtlicher Couleur weiterhin als Notwendigkeit hingestellt, und
gerade von den Konservativen als gut und richtig propagiert wird.
Mal ganz abgesehen von der ganz grundsätzlichen Überlegung, ob man
die Verantwortung auf sich nehmen will, einen Menschen dieser *Welt*
auszusetzen, so wie sie aussieht, die wir alle miteinander so fleißig
am Zerstören sind.
d. d.