so ist es eben nicht - Porno im Exil?
May 21st, 2008
> Nach Erkenntnissen der Medienforschung (anhand von TV)zum Thema,
> Lernen am Beispiel: Gewaltdarstellungen sind für Leute, die in ihrer
> Realität nicht viel Gewalt erleben unschädlich, weil es für sie reine
> Fiktion bleibt. Anders bei Leuten, bei denen sich die Darstellungen
> grundsätzlich mit eigenen Erfahrungen decken. Dort kann es
> beispielhaften Charakter haben. Man sollte also potentiellen
> Sexualstraftätern keine Pornos zeigen, aber wie soll man das
> differenzieren?
leider falsch liebe marlene!
wissenschaftliche studien haben belegt, dass sexualstraftäter in der
regel pornografie ablehnend gegenüberstehen - sie sind also gar nicht
die konsumenten. darüberhinaus zeigte die selbe untersuchung, dass
sexualstraftäter etwa 3 jahre später zum ersten mal mit pornografie
in berührung kommen als die kontrollgruppe der nicht straftäter.
>
> Gutes Beispiel und Typisch: Es wird bei Pornos grundsätzlich an
> nackte Frauen gedacht. Nach der oben genannten Erkenntnis: Leute, die
> in ihrer Realität Gleichberechtigung von Mann und Frau erleben und
> auch mitbekommen, dass grundsätzlich (wenn auch nicht
> ausschließlich)und zwar hormonbedingt, Liebe/Zuwendung/Geborgenheit
> und Sex sich zumindest verstärken, sind Pornos nicht schädlich. Diese
> Leute finden dieses nur auf den Körper reduzierte, meist noch
> schlecht geschauspielerte Gehoppel allerdings meist langweilig.
wir reden hier nicht von meiner einstellung - sondern von gesetzen.
diese prangern nun mal das zeigen von schamlippen an.
natürlich wird auch ein penis pornografisch sobald er einen winkel
von 45 grad erreicht hat.
>
> Für Leute, für die es in der Realität normal ist, dass Frauen Geräte
> sind, die Männern für Sex zur Verfügung stehen, hat Pornografie
> jedoch eine bestätigende Wirkung, also eine negative.
>
ebenfalls falsch! wie sonst wäre es erklärbar, dass die
sexualstraftaten
bei freigabe von pornografie zurückgehen?
ich denke aus deinen betrachtungen ist eher der umkehrschluss
folgerungsfähig, denn du redest hier von gegebenheiten die ja gerade
AUFGRUND der bestehenden gesetzeslage so sind wie du sie schilderst.
> Man sollte vielleicht einfach mehr Niveau und Gleichberechtigung in
> die Pornos bringen, dann schaden sie keinem.
das gebe ich dir zu 150% recht.
aber um hier zwischen gut, schlecht, niveauvoll und niveaulos
unterscheiden
zu können darf man menschen nicht die augen verbinden oder ihnen
schon als jugendliche eintrichtern, dass das alles verwerflich und
unnormal ist.
beispiel: in der zeit der prohibition konnten schnapspanscher das
übelste
gift mit alkohol vermischen und es wurde ihnen aus den händen
gerissen.
erst durch den fall der prohibition wurde zumindest so eine art von
bewusstsein geschaffen WAS man da in sich hineinschlürft.
wohlgemerkt - nicht unbedingt das beste beispiel, denn hier geht es
um erwiesene folgeschäden, die durch alkoholkonsum entstehen, was in
dieser diskussionssache ja nicht der fall ist. das beispiel zeigt
aber, wie sehr sich dinge gerade durch verbote ins gegenteil
verkehren lassen.