Re: Nachtrag - Arcor sperrt Zugriff auf Porno-Seiten

August 26th, 2008

> Und wenn meine Tochter mit ihren jetzt 22 Jahren der Meinung ist, sie
> muss einen Porno drehen, kann ich nur als erwachsener Demokrat raten,
> nicht bestimmen. Ich kann ihr raten es sein zu lassen und den und den
> Gründen. Ich kann ihr sagen, Du als Vater von Dir wünsche ich mir das
> nicht für Dich, stell Dir vor die vielen anderen Männer sehen Dich
> nackt und beim po** und so weiter.
Aha, deine Tochter soll das also nicht tun. Warum nicht? Ist sie dir
dafür zu schade? Was ist an Pornodarstellern schlecht?
Wenn ich Fleisch konsumiere, muss ich akzeptieren, dass jemand
Schlachter ist und Tiere tötet. Warum also nicht auch ich selbst?
Wenn ich kein Pazifist bin, muss ich akzeptieren, dass jemand Soldat
ist und andere Menschen tötet bzw. selbst getötet wird. Warum also
nicht auch ich selbst oder meine Söhne? Und wenn ich Pornos
akzeptiere, muss jemand als Darsteller fungieren. Warum also nicht
meine Tochter? Warum nicht deine Tochter? Ich nenne das bigott.
Sollen sich die anderen mal die Finger schmutzig machen. Macht man
sich etwa beim Porno die Finger schmutzig?
Ich will dir bestimmt nicht zu nahe treten und deiner Tochter auch
nur alles Gute wünschen, aber man muss Dinge auch beim Namen nennen.
> Deine Frage ist also nicht provoktiv, sondern schlicht sublimental,
> die sachlich am Thema Informationsvorenthaltung/Sperrung/Zensur
> vorbei geht.
Du kennst aber schlaue Worte [staun]. Ob du mir wirklich eine
erhabene, nur dem feineren Verständnis zugängliche Erkenntnis
zugestehen willst?
> http://de.wikipedia.org/wiki/Sublim
Natürlich ist die Frage provokativ, sie ist sogar suggestiv -
schließlich möchte niemand seine Tochter im Porno sehen. Sie soll
aufzeigen, dass Pornos eben kein neutrales Thema sind wie “GEZ”,
“China”, “Bundestrojaner”. Hier wird nicht nur theoretische
Betroffenheit diskutiert, hier geht es um reale Konsuminteressen.
“Ich will mir meinen Porno reinziehen, wann und wo ich will. Ich bin
18 und kann auf mich selbst aufpassen.” Darum geht es. Vergesse
bitte folgendes nicht: Auch wenn sich viele hier offen zu ihrem
Konsum bekennen, so ist die wahre Fangemeinde doch deutlich größer.

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