Patente sind wichtig - Porno- oder Webradiopatent?
Tuesday, September 9th, 2008pornote sind wichtig. Ich denke hier an einen Nachbarn ein paar
Häuser weiter, der die Münzgebundenen Kettchen an Einkaufswagen
erfunden hat und damit ein gutes Geld verdient. Seine Idee wäre nie
marktreif geworden hätte kein Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg
bestanden. Fünf Jahre Gewinnzone hätten aber nie gereicht, da wäre
der Zeitraum von Patenterteilung bis Marktdurchdringung zu klein.
Ich wünsche mir ein zweigeteiltes Patentwesen:
Kommerzielle Lizenzen können bis zu 15 Jahre nach Patenterteilung
kommerziell gehandelt werden, müssen aber auch gehandelt werden und
dürfen nicht als Sperr- oder Abwehrpatente eingesetzt werden. Als
Ansatz würde ich vorschlagen, als Sperrpatent gilt alles, was die
Gesamtpatentgebühren für ein Produkt über 10% treibt.
Forschungslizenzen müssen jedem gratis erteilt werden, der im Rahmen
von Forschung diese Lizenzen benötigt. Als Forschung gilt automatisch
jede Implementierung, die uneingeschränkt der Öffentlichkeit
offengelegt wird. Also neben der Veröffentlichung einer
wissenschaftlichen Abhandlung in wissenschaftlichen Zeitungen auch
Opensource nach BSD- und GPL-Lizenz.
Das gleiche wünsche ich mir auch für Copyrightfragen. So wird
sicherhestellt, daß nichts ewig währt/blockiert, aber auch, daß der
Schöpfer daran verdient. Die Änderungen gegenüber dem Jetztzustand
halte ich für minimal für die Betroffenen, auf 50 Jahre mag ein
einzelnes Patent so ein Drittel weniger Geldfluß erzeugen, blockiert
aber auch weniger die “Produktion” weiterer Patente und erhöht somit
den Geldfluß langfristig.