Re: Nachfrage - Arcor sperrt Zugriff auf Porno-Seiten

September 10th, 2008

pornos greift viel zu kurz. Die betroffenen Frauen sind schon in einer
> Scheißsituation. Die Frage nach der Freiwilligkeit, diesen Job zu
> machen, möchte ich noch offenlassen. Aber ich möchte auf die viel
> schwerwiegenderen Auswirkungen solcher Filme hinweisen. Sie
> beeinflussen das Frauenbild der Konsumenten nachhaltig.
Auch Konsumenten ist bewusst dass das Filme sind. Fiktion, Bild
gewordene Wünsche und ‘Perversionen’.
Was ist mit ‘normalen’ Filme? Pulp Fiction, From Dusk Till Dawn, Sin
City? Hast du ‘Der Blutige Pfad Gottes’ gesehn? Das sind Filme die
(fast) alle aus gutem ab 18 sind. Und irgendwo muss man schließlich
die Grenze setzen aber der man alt genug ist sein eigenes Hirn zu
benutzen. Schließlich darf man dann Autofahren, Wählen, Waffen
besitzen, sich zum Militär verpflichten - oder eben Pornos sehen und
in diesen mitwirken.
> Frauen sind
> danach willig und bereit - immer und überall - und für alles. Stelle
> dir einen Richter vor, der einem Vergewaltigungsprozess vorsitzt und
> sich abends zuvor einen solchen Porno reingezogen hat.
Stell dir einen Richter vor der einem Mordprozess vorsitzt und am Tag
davor einen der oben erwähnten Filme gesehen hat?
> Wie
> sozialisieren Jugendliche, die das sehen. Die Sozialisation endet
> auch nicht mit 18. Die Auswirkungen solcher Filme sind viel
> dramatischer. Eine Pornografisierung der Gesellschaft ist das. “Geile
> Schlampen warten auf deinen Anruf.” “Unbefriedigte Hausfrauen
> erwarten dich.” “Gibs mir, zeigs mir.” Du kennst diese Sprüche: in
> TV, Zeitung und sogar Fachzeitschriften allgegenwärtig. Kennst du
> Frauen, auf die diese Sprüche zutreffen? Ich nicht. Du merkst, es
> geht um mehr, viel mehr, als “nur” das Schicksal einer
> Pornodarstellerin.
Ich kenne aber so einige Mädls die neben dem Studium für solche
Hotlines arbeiten und neben dem Bügeln irgendwas ins Telefon stöhnen.
Klar sind die nicht so. Das ist alles gespielt. Und der Anrufer
sollte das auch wissen.
> > (Übrigens kannst du _GENAU_DASSELBE_ auch über Stuntdarsteller oder
> > professionelle Motorradrennfahrer schreiben.)
> Du willst ernsthaft den Job einer Pornodarstellerin mit dem eines
> Stuntman oder Rennfahrers vergleichen? Wohl kaum.
Wo sind denn die Unterschiede? Sie verkaufen den Körper bzw. gehen
gefahren ein für Geld und Ruhm.
> > Es gibt unzählige Jobs die dir wahrscheinlich unangenehm oder
> > ekelhaft erscheinen werden. Und es gibt Leute die sie machen, für
> > diese Leute ist er unter Umständen normal, oder das geringere Übel.
> > Und Darsteller von ‘normalen’ Produktionen haben meist ein besseres
> > und angenehmeres Leben als wer der für ein schlechtes Gehalt die
> > Innereien aus toten Kühen fischen muss.
> Ich habe mal ein verstopftes Abwasserrohr gereinigt und plötzlich kam
> mir die ganze Scheiße entgegen - ich war von Kopf bis Fuß versaut.
> Das war aber für mnich nicht ansatzweise so unangenehm wie der Inhalt
> der beschriebenen Pornos.
Ich hab auch von ‘normalen’ geredet. Und von oben bis unten mit
Scheisse eingedeckt sein: mir fällt noch ein Beruf ein:
Kanalreinigung, Installateur, …

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